4. Bauwoche mit viel Ärger

Bereits ist wieder eine Woche vergangen und die 4. Bauwoche ist beendet. Nachdem ich ja noch letzte Woche sehr zuversichtlich war, dass alle gut kommt mit unserem lieben Nachbarn. Ich nenne noch keine Namen, kann aber sagen, dass es nichts mit Swisshaus zu tun hat. Im Gegenteil, Swisshaus hat uns sehr tatkräftig unterstützt. Unser lieber Nachbar, ich nenne Ihn einmal Holländer ;-) (auch wenn er mich dafür erschiessen würde, die meisten wissen so oder so um wen es sich handelt), hat seinen Architekten beauftragt uns ein Ultimatum zu stellen, wenn wir bis am 19.09.08 nicht alles von seinem Land genommen haben, wird er uns Anzeigen. Dieses Ultimatum wurde unserem Generalunternehmen der Swisshaus per E-Mail (ja richtig per E-Mail) zugestellt. Wie könnte es anders sein, als dass genau zu dieser Zeit die Mails nicht angekommen sind bei der Swisshaus. Wir erfuhren als von diesem Ultimatum erst am 20.09.08 am morgen früh.

Natürlich war der lieber Holländer nicht erreichbar und zwar den ganzen Tag nicht. Obwohl wir alle paar Minuten es versucht hatten. Sein Handy war auch regelmässig besetzt, doch Telefone von Swisshaus etc. wurden einfach strikt ignoriert. Glücklicherweise konnten wir aber mit dem Architekten sprechen, welcher die Haltung vom Holländer nicht teilte und auch nicht verstand, warum er uns erpresst. Obwohl wir ja auch nichts dafür können was entfernte Verwandte von uns machen. Netterweise räumte er uns eine Frist bis Büroschluss ein, bevor er die Anzeige beim Bauinspektorat einreicht. Den ganzen Tag habe ich nichts anderes gemacht als zu telefonieren. Da wir ja nichts schriftliches hatten, dass wir die Erde bei Ihm lagern können, waren wir natürlich am kürzen Hebel und hatten eigentlich keine Wahl, die Erde sofort abzuführen und die Strasse zu verlegen (diese war auch ein paar Zentimeter auf seinem Land). Denn wenn wir dies nicht machten, drohte uns ein Baustop vom Bauinspektorat in Liestal. Was die Kosten um ein vielfaches hätte ansteigen lassen. Da wir die Arbeiter trotzdem bezahlen müssten, obwohl sie nicht arbeiten könnten.

Gegen Abend hatten wir es mit Hilfe der Swisshaus bzw. unserem Bauleiter geschafft, die Baufirma zu organisieren, welche natürlich auch wieder einen Bagger bringen musste, welche am nächsten Morgen die Erde abtransportiert. Grosszügigerweise erhielten wir die Möglichkeit die Erde bei meinem Grossvater auf Landwirtschaftsand zu deponieren. Was aber auch wieder Probleme mit sich brachte, denn wir brauchten eine express Genehmigung der Gemeinde, 1. damit wir durch ein Fahrverbot fahren dürfen und 2. die Erde dort zwischen zu lagern. Das ganze konnten wir dann glücklicherweise mit ein paar Telefonaten regeln.

Den ganzen Tag über lagen meine Nerven blank und als am Abend endlich alles geregelt war und wir uns mit den Mehrkosten mehr oder weniger abgefunden haben, klingelte das Telefon. Es war unser Bauleiter, der mir mitteilte dass unser lieber Holländer uns nun doch die Genehmigung erteilen würde, die Erde auf seinem Land zu lagern, sowie die provisorische Strasse bei Ihm übers Land zu führen.

Ich konnte es kaum glauben, nach diesem ganzen Stress. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, wie ich mich verhalten soll. Anscheinend konnte unser Bauleiter dem Architekten vom Holländer klar machen, dass er nach uns bauen wird und wir Ihm alle Steine in den Weg legen würden, welche nur möglich sind. Das hätten wir natürlich auch gemacht, denke das ist auch eine ganz normale Reaktion. Das selbe konnte zum Glück der Architekt auch dem lieben Holländer klar machen, so dass er doch noch von einer Anzeige absah.

Unglaublich, ich könnte noch viel mehr schreiben von diesem Tag, doch ich möchte euch ja nicht langweilen :-). Schliesslich ist ja alles nochmals gut gekommen. Wir hoffen, dass waren jetzt wirklich die letzten Probleme mit dem lieben Holländer.

Auf dem Bau geschah von Montag bis Mittwoch nichts, d.h. am Montag wurden die letzten Verschalungen für die Bodenplatte noch angebracht. Doch Dienstag und Mittwoch konnte nicht gearbeitet werden wegen dem Wetter. Denn um die Bodenplatte zu giessen, brauchten wir schönes Wetter und absolut keinen Regen. Am Donnerstag war es aber soweit. Statt die Strasse zu versetzten und die Erde abzutransportieren, konnte bei schönstem Wetter, die Bodenplatte gegossen werden. Am Freitag konnte man bereits drauf stehen und die erste Stützwand wurde aufgestellt.

Auf den Fotos seht Ihr jetzt auch die Bodenabsenkung gut, diese haben wir geplant, damit wir irgendwann einmal nachträglich noch eine Bodenheizung im Hobbyraum einbauen können. In diesem Kreis, den man sieht, kommt die Treppe runter.

Zu den Fotos der 4. Bauwoche

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