Polterabend bzw. Polterweekend
Mein Polterabend bzw. mein Polterweekend war ja bereits vor einer Woche. Höchste Zeit mich endlich mal zu Wort zu melden
Ich hatte ja den Wunsch für meinen Polterabend, dass meine Freunde und ich mal wieder ein Weekend zusammen verbringen, anstelle eines “gewöhnlichen” Polterabends. Die Jahreszeit hat natürlich da ein Weekend im Schnee angeboten.
Unglaublicherweise fanden wir doch tatsächlich auch ein Datum, wo all meine Jungs Zeit hatten, was mich natürlich extrem freute!!!
Stefan als Trauzeuge übernahm dann auch sogleich die Organisation dieses Polterweekends. An dieser Stelle vielen, vielen Dank. Das hast du echt super gemacht.
Nach längere Suche fand er auch eine geeignete, wie sich herausstellte, ideale Unterkunft. Wir waren im Hotel Alpina (auch Ritzli genannt :-)) in Innertkirchen (hat übrigens knapp 1′000 Einwohner und 2 Coiffeusen, eine davon heisst Andrea, wenn ich das noch recht weiss, dazu später aber mehr :-))
Am 3.02.07 trafen wir: Stefan, Guido, Hampe, Martin, Marc, Nicki und ich, uns um 07.00 Uhr beim Gartenbad. Nach dem ersten Bierchen (exkl. Fahrer) und der Ehrenrunde von Ballmi (hatte Snowboard vergessen :-)). Ging es Richtung Tenne bzw. Pascal. Er erwartete uns auch schon sehnsüchtig (er musste ja auch bis 04.00 arbeiten und hatte noch nicht geschlafen). Nach einem weiteren Bierchen ging es dann auch schon los Richtung Luzern - Meiringen - Innertkirchen. Unterwegs kontaktierten wir auch noch Jürg, der direkt von Bern gekommen ist.
In Sarnen machten wir unseren ersten Halt, schliesslich mussten die Jungs ja ein neues 10-Pack aus dem Gepäckauto haben :-). Zur gleichen Zeit teilte uns Jürg mit, er sei wie verabredet beim Hotel. Da haben wir ihm noch voller Zuversicht gesagt, wir wären in 30 min bei ihm. Tja, daraus wurde wohl mehr als eine Stunde. Kommt davon, wenn um ca. 9.00 Uhr schon fast 2 10-Packs geleert wurden:-). Irgendwann haben wir dann, bei schönstem Wetter, Innertkirchen erreicht. Nach weiteren Runden Bier und den ersten Holdrios, bezogen wir dann unsere Zimmer. Oder besser gesagt, das gesamte Hotel, denn es hatte nur 11 Betten und 9 davon haben wir belegt. Weitere Gäste hatte es nicht, wir konnten also machen was wir wollten. Auch toll war, dass alle Zimmer auf einem Stock waren.
Als erster durfte bzw. musste ich mein Zimmer beziehen. Dieses war ganz nett eingerichtet. Von der Gummi-Susi über einschlägige Magazine (die ich komischerweise nur in diesem Augenblick zu sehen bekam :-D) bis zur roten Lampe und Knabbereein und Getränke war alles da. Dummerweise auch so ein oberhässlicher, pinker Skianzug inkl. ausgestopftem BH, blauer Perücke, rosa Tütü und ein sehr trendiger oranger Gürtel. Das hatte ich nun von meinem Polterweekend, statt einem peinlichen Abend, bahnte sich mindestens ein peinlicher Tag an. Natürlich musste ich diese ganzen Utensilien den ganzen Tag auf der Skipiste tragen.
Nachdem wir unsere 7-Sachen gepackt hatten und dann über 40 Minuten (!) auf die Bahn warteten, kamen wir dann gerade recht zur Talstation um eine Halbtageskarte zu lösen. Komischerweise war die Karte für uns Skiliftbenutzer günstiger als diese unserer Schlittenfahrer, welche nur eine Fahrt auf den Gipfel gekauft hatten. Nach einer ersten Abfahrt trafen wir uns natürlich schon wieder im Restaurant, es war ja auch schon längst Essenszeit :-). Bei den meisten blieb es dann auch bei dieser Abfahrt
bzw. fuhren wir noch soweit runter es ging. Aber natürlich erst nach einer ausgiebigen Siesta auf der Sonnenterrasse.
Nicki und Hampe fuhren mit dem Schlitten die Piste hinunter, nach ihren 2 Holdrios auf “fast-ex”, hatten sie dann auch endgültig die Angst verloren
Als wir dann wieder im Tal waren und ich nach wie vor von allen ausgelacht und fotografiert wurde, stressten wir zum Züglein und waren eigentlich genau zum richtigen Zeitpunkt an der Haltestelle. Doch natürlich fuhr es genau an diesem Samstag nicht und wir mussten erneut 60 min warten. Im Hotel angekommen, haben wir es und für ca. 2 Stunden gemütlich gemacht und ich durfte endlich aus meinen Ballerinakleidchen :-). Doch die Freude war von kurzer Dauer, denn sogleich erhielt ich das nächste peinliche Kostüm. Ich musste ab sofort einen Bademantel, eine Badekappe und rosarote Schläppli an den Füssen tragen, solange wir im Hotel und Restaurant waren. Da es doch sehr kühl war, durfte ich gnädigerweise eine Trainerhose und ein T-Shirt darunter tragen. Später gab es dann “Chäs Fodue” à la Discretion, für unseren Käse-Hasser Hampe gab es feines Stück Fleisch.
Doch kaum fertig gegessen, wartete die nächste Aufgabe auf mich. Denn die Jungs hatten ja schliesslich wieder Durst und wünschten sich eine Schneebar auf offenem Feld. Na toll, und dies bei max. 5 cm Schnee auf der Wiese. Also machte ich mich mit Stefan in warmen Kleidern auf die Suche nach einem geeigneten Platz, den wir dann auch schon bald fanden. Nachdem die Bar endlich stand und ich etwa 2 Liter Bier wieder ausgeschwitzt hatte, konnte die Party also beginnen.
Stefan hatte Decken und Fackeln sowie Holz mitgebracht. Und Pascal hat seine Barkeeper Utensilien, natürlich inkl. der einen oder anderen Flasche dabei und mixte einen Shot nach dem anderen. Es war herrlich mit der Bar, den Fackeln, Decken und dem Feuer. Ich weiss nicht genau wie lange wir da waren, aber es war die eine oder andere Stunde, es war ja auch relativ warm, kam uns auf jedenfall so vor
Irgendwann ging es dann zurück ins Ritzli bzw. Ritzli Pub. Und als ich dachte, jetzt habe ich es überlebt, fing es erst so richtig an. Ich musste mit Hilfe der Barbesucher Fragen über das Kaff beantworten. Für jede richtige Antwort musste ich einen Tequila trinken und pro falsche Antwort 2 *uuffff*. Mark war wohl sehr euphorisch beim recherchieren der Fragen, so kam es mir auf jedenfall am Schluss vor. Denn trotz vielen richtigen Antworten musste ich doch den einen oder anderen Tequila trinken, welche mir und auch allen anderen den Rest gegeben haben. Um 3.00 Uhr schloss dann das Pub und wir zogen Richtung Zimmer zurück. Ab jetzt wird es sehr verschwommen und Details verdränge ich da lieber, vorallem mein Erlebnis mit dem rettenden Lavabo im Zimmer
Am nächsten Mittag schleppen wir uns, einer nach dem anderen, zum Morgenessen und packten dann langsam unsere Sachen wieder zusammen. Gegen 2 Uhr gaben wir dann die Zimmer wieder ab und genossen die Sonne noch vor dem Hotel. Auf dem Rückweg hielten wir dann noch in Sarnen am See und kreisten etwa zum 7. mal um denselben Kreisel :-). Nachdem wir keinen MC D fanden, fuhren wir auf die nächste Raststätte und gönnten uns auf der Sonnenterrasse noch ein gutes Mahl. Danach kamen wir alle gegen Sonntagabend wieder heil Zuhause an.
Es war ein super Weekend, worüber ich mich riesig gefreut habe. Vielen, vielen Dank, ihr seid super, ich hoffe ich kann auch als verheirateter Mann und Vater weiter auf eure Freundschaft zählen
Und Danke, dass Ihr mich nicht ganz so brutal ran genommen habt. Ich denke mal Ihr habt berücksichtigt, dass ich der Erste bin
und der einer oder andere noch nachziehen wird. Jetzt geniesse ich aber zuerst meine letzten 24 Stunden als lediger Mann und freue mich auf unsere Standesamt Hochzeit. Danach können wir ja bereits den Polterabend von Martin planen *grins*.
Sobald ich dazu komme, werde ich noch weitere Bilder vom Polterabend veröffentlichen, vorerst müsst Ihr euch aber mit diesen paar Schnappschüssen begnügen. Da ja fast alle Fotos gemacht haben, wäre ich froh, wenn ich eine Kopie eurer Fotos haben könnte. Danke.
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