Sie hat JA gesagt…zu meinem Heiratsantrag
Am 7.10.06 00.15 Uhr war es soweit, mit einem überglücklichen Lächeln im Gesicht sagte mein Schatz JA!
Ja? Ja JA zu meinem Heiratsantrag, aber gehen wir zurück zum Anfang:
Am 7.12.1999, also vor fast schon 7 Jahren, haben wir zueinander gefunden. Heutzutage auf unspektakuläre Art, für damalige Zeiten fast eine Sensation, denn wir haben uns im Chat von swisstalk kennengelehrt. Damals sahen uns alle einwenig schräg an, wenn wir erzählten, wir kennen uns aus dem Internet. Heute ist das Internet wohl schon fast die Nr. 1 in Sachen Partnerfinden. Ich denke unterdessen wurden die ersten Internet Bekanntschaften bereits wieder geschieden. Aus diesem Grund machen wir das anders. Das verhexte 7te Jahr haben wir bald überstanden, da kann es ja nur gut kommen :-).
In diesen 7 Jahren haben wir sehr viel schönes zusammen erlebt, aber zum “Glück” auch weniger erfreuliche Dinge, denn sonst könnte ich mir nicht so sicher sein ;-). So weiss ich, dass wir in Zukunft zusammen wohl alles meistern können.
Wow wer hätte gedacht, dass sich dieses bzw. nächstes Jahr so viele Träume auf einmal in Erfüllung gehen sollen. Wir bekommen ein Kind, bauen unser eigenes Heim und heiraten auch noch. Das ist natürlich extrem viel auf einmal, andere Menschen lassen sich für dies das ganze Leben Zeit
Aber wir haben jetzt genügend lang gewartet…jetzt gehts los
Eigentlich dachte ich ja, mein Schatz würde diese Neuigkeit sofort im Blog veröffentlichen, da habe ich mich aber wohl getäuscht. Aus diesem Grund versuche ich jetzt einmal den Heiratsantrag in meinen Worten zu erzählen, ich bin überzeugt, danach werdet Ihr auch etwas von Ihr lesen können
Eigentlich war ja für uns schon länger klar, dass wir heiraten möchten. Doch mein Schatz und bald Frau “bestand” darauf, dass ich einen Antrag machen müssen. Dies hat auch seine Gründe, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte, das würde den Rahmen dieses Eintrags sprengen.
Also suchte ich schon länger nach dem richtigen Ort und Zeitpunkt für den Heiratsantrag. Dabei fielen mir 1000 Sachen und Orte ein und doch wusste ich nicht so recht wie ich das anstellen soll. Ein erster Gedanke (ich hoffe jetzt mein Schatz ist danach nicht enttäuscht, dass ich mich nicht für diese Variante entschieden habe) war, dass ich die grosse Frage in Europapark stelle. Denn mein Schatz liebt solche Parks inkl. allen Bahnen und Süssikeiten
Doch das hätte wohl dieses Jahr nicht mehr geklappt, denn im Frühling waren wir zusammen mit meinem Bruder und dessen Schatz sowie Tanja und Mäth bereits 2 Tage dort (das war ein Hochzeitsgeschenk für die letzteren 2 :-)). Kurz darauf war ich mit Guido und Martin dort. Als 2. Option organisierte ich Tickets für ein Konzert unserer Lieblingsband den Lovebugs und wollte diese meinem Schatz auf den Geburtstag schenken, um dann am Konzert den Antrag zu machen. Ein paar Wochen später haben wir erfahren, dass wir Nachwuchs bekommen. Das heisst, dass Romy nicht mehr auf die Bahnen könnte, also fiel der Europapark definitiv ins Wasser. Denn ein Freizeitpark ohne Bahnen wären nicht wirklich toll für uns. Aber ich hatte ja noch die 2. Option, doch auch da machte “Sie” mir einen Strich durch die Rechnung. Denn Sie sollte genau an diesem Datum auf Geschäftsreise gehen. Also musste ich mir wieder etwas neues überlegen. Habe aber unterdessen für das 2. Ticket jemanden gesucht, ich wollte ja das Konzert nicht sausen lassen :-). Also habe ich Guido eingeladen zum Lovebugs Konzert (übrigens Lovebugs T-Shirts findet Ihr hier :-))
Während dem ich mir den Kopf zerbrochen habe, wann und wo denn der richtige Augenblick wäre…kommt Romy und teilt mir mit, Sie könne jetzt doch ans Konzert, da Sie nicht mehr in der Lage wäre, Schwanger das Meeting zu leiten. Hm…super, da konnte ich also meine alten Pläne wieder nach vorne holen. Doch da gab es ja noch ein Problem. Ich hatte ja nur noch ein Ticket und das Konzert war unterdessen ausverkauft :-(. Also musste ich Guido (so sorry) wieder ausladen, was natürlich nicht gerade nett war. Da er aber wusste, dass Romy so ein grosser Fan ist und er “halt” einfach mitgekommen wäre, war es kein Problem für Ihn, das Ticket wieder “zurück zu geben” (bzw. ich hatte es ja noch).
Dann wäre also nur noch das WIE zu klären gewesen und natürlich musste noch ein schöner Diamant Ring her. Je mehr ich über das WIE nach gedacht hatte, umso mehr Zweifel hatte ich daran, ob während dem Konzert wirklich der richtige Augenblick ist. Das Konzert war ja ausverkauft und ein gemütliches Plätzchen in der Kaserne Basel zu finden ist nicht einfach. Also musste ein “Notfallplan” her, der führte mich zur Margarethen Kirche in Binningen. Dort hat es eine schöne Aussichtsplattform wo man die ganze Stadt sehen kann. Doch ich hatte 2 grosse Bedenken, denn das Wetter verschlechterte sich und die Kirche steht relativ abseits. D.h. wie bekomme ich Romy dort hoch, ohne dass Sie schon bei der Anfahrt merkt um was es geht.
Das erste Problem hatte ich nicht in meiner Hand, beim zweiten hatte ich mir eine schöne “Lügengeschichte” ausgedacht, dazu aber später.
Als Romy sich im Bad bereit machte für das Lovebugs Konzert, ging ich an den Kerzen-Schrank und deckte mich mit Teelichtern ein. Da es bereits am Nachmittag einwenig windete, hatte ich zum Glück noch alle Windlichter eingepackt die mir in die Finger kamen. Den Ring hatte ich bereits im Auto deponiert, jedoch offen im Kofferraum. Wäre also nicht gut gewesen, wenn Romy da reingeschaut hätte. Also krallte ich mir den Autoschlüssel schon früh :-). Als wir Richtung Einstellhalle unterwegs waren, sagte ich Ihr, ich hätte noch was vergessen (1. Teil der Lügengeschichte), denn schliesslich musste ich ja noch unbemerkt die Kerzen ins Auto bekommen. Ich ging also zurück zur Wohnung und schnappe mir den Plastiksack, den ich mit T-Shirts ausstopfte (2. Teil der Lügengeschichte). Natürlich verstaute ich diesen Sack auch im Kofferraum und verdeckte damit den Ring. Auf der Fahrt in die Stadt machte ich eine Bemerkung, vonwegen “Oh shit, jetzt habe ich was vergessen” (3. Teil Lügengeschichte). Natürlich fragte Romy sogleich nach, was ich denn vergessen hätte. Da sagte ich Ihr, ich hätte noch einem Kunden ein paar Shirts bringen müssen, die er am Samstag unbedingt braucht. Da dies schon öfters vorgekommen ist, war das kein Thema für Romy (4. der Lügengeschichte). Ich musste also nur noch anfügen, dass wir halt dann auf dem Rückweg noch schnell einen Abstecher machen müssen :-).
Als wir dann im Parkhaus ankamen, lud ich, Gentlemen wie ich bin, mein Schatz beim Lift aus und suchte einen Parkplatz. Schliesslich musste ich ja noch den Ring in meine Hosentasche stecken, denn der 1. Plan war ja noch aktuell ;-). Also spazierten wir Richtung Kaserne und schlossen uns, nach einem Döner, der langen Schlange vor dem Eingang an. OK ich gebe euch ja recht, Döner ist vielleicht nicht gerade die beste Speise um danach einen Hochzeitantrag zu machen :-), aber keine Panik, Sie hatte ja auch einen.
Als wir da so in der Schlage standen, schwitze ich einwenig, denn ich wusste nicht ob am Eingang ein “Bodycheck” durchgeführt werden würde. Und der Ring in der Schachtel war nicht gerade klein, was sollte ich diesem netten Security denn sagen, wenn er wissen möchte was das ist. Schliesslich steht ja Romy gleich neben mir und absetzen konnte ich mich ja nur sehr schlecht. Aber die ganze Panik war umsonst, denn das Lovebugs Konzert war wohl seit Ewigkeiten der erste Event, bei dem am Eingang keine Taschenkontrolle durchgeführt wurde. Uff…nochmals Glück gehabt.
Nach einem kurzen Konzert der Vorgruppe “Paces”, rockten dann auch die Lovebugs auf der Bühne. Die Kaserne war voll bis auf den letzten Platz. Dementsprechend heiss wurde es in der Halle und mein Schatz klappte bereits, nach der Vorgruppe fast zusammen. So dass der Antrag während dem Konzert langsam baden ging. Wirklich Romantisch war es ja auch nicht und das Risiko eingehen, dass mich Romy bei meinem Antrag erst gar nicht versteht, wollte ich dann doch auch nicht :-). Also hoffte ich, dass das Wetter halten würde, denn am Abend zogen sehr dunkle Wolken über Basel auf. Nach einem super Konzert inkl. Vorgruppe, konnte ich dann aber aufatmen, das Wetter hatte zumindest bis jetzt gehalten und es war trocken.
Als wir dann auf dem Nachhause weg waren, musste ich ja noch “diesen Umweg” machen, diesen habe ich aber erst gar nicht angesprochen und bin einfach zielstrebig zu meinem fiktiven Kunden gefahren. Als wir dann in der Nähe der Kirche waren, erwähnte ich so nebenbei, dass ich dummerweise die Wegbeschreibung liegen gelassen habe und ich es schnell suchen muss (5. Teil der Lügengeschichte). Schliesslich musste ich ja noch Zeit heraus spielen, die ich benötigte um die Kerzen zu platzieren etc. Als ich dann eine Treppe sah, die ins Nirgendwo führte, sagte ich, ahhhhhhhhh das müsste es sein. Da wurde Sie skeptisch und meinte: “Was, kann man denn nicht direkt zum Haus fahren?”. Da kam ich erneut ins schwitzen (als ob ich nicht schon den ganzen Tag genügend nervös gewesen wäre :-)) und antwortete, soviel ich weiss, müsse ich diese Treppe hinauf, das Haus liegt mitten in diesem Feld und hat keine eigene Strasse :-), was Sie zum Glück auch glaubte. Also raste ich zu der Aussichtplattform und stellte die Kerzen auf, musste jedoch schnell feststellen, dass es zu fest windete und ich alle Teelichter nicht gebrauchen kann :-(, zum Glück hatte ich ja noch ein paar Windlichter dabei.
Nach dem ich diese aufgestellt und angezündet hatte, rannte ich wieder zurück zum Auto. Da bat ich Romy, Sie solle doch bitte schnell mitkommen, ich wolle Ihr schnell etwas zeigen. Nach dem ersten, hm…wieso, warum, wohin?. Konnte ich Sie überreden mit zu kommen. Als Sie dann sah, wo der Weg hinführte, wollte Sie wieder nicht mehr und am liebsten zurück ins Auto. Denn der 200 m lange Weg zur Kirche war relativ steil und mein Schatz hat ja einen lädierte Zeh und kann nicht gut laufen. Da Sie aber mehr mit dem Kampf gegen den “Berg” zu tun hatte, bemerkte Sie gar nicht, dass wir zu einer Kirche laufen. Doch das Beste kommt noch. Ich dachte mir eigentlich spätestens beim Eingang der Kirche merkt Sie was los ist, oder aller, aller, aller spätestens wenn Sie die Kerzen sieht, beim Aussichtspunkt. Denkste….Sie meinte zuerst: “Oh ist da jemand gestorben”. ??*grmpf!! (um es in der Comicsprache auszudrücken) :-), mit dem hatte ich natürlich nicht gerechnet. Doch als wir näher kamen, erkannte Sie sofort Ihre geliebten Windlichter. Doch noch ging das Licht nicht auf bei Ihr, im Gegenteil.
Denn als wir da so standen und die Aussicht genossen, wollte ich natürlich DIE Frage stellen. Doch das ist gar nicht so einfach, vorallem wenn dein Gegenüber noch immer nicht merkt, worauf das heraus laufen soll. Denn Sie wollte eine gepflegte Unterhaltung führen und konterte jede Aussage von mir mit einer Antwort. Was natürlich normalerweise sehr höflich ist, wurde für mich zur “Qual”. Denn ich musste immer wieder einen neuen Anfang finden um endlich DIE Frage stellen zu können.
Ich fing also an und sagte so was wie: “Jetzt sind wir schon bald 7 Jahr zusammen” (klassischer Einstieg :-)). Doch eben, Sie antwortet sofort, darauf. Danach suchte ich nach dem nächsten Einstieg: “Du bist Schwanger von mir, juhui wir bekommen ein Kind….doch wieder kam die nett gemeinte Konversation. Da dachte ich, OK alle guten Dinge sind drei. dengste, natürlich wusste Sie auch auf meinen Einstieg: “Jetzt bauen wir auch noch ein Haus zusammen”, ein paar passende Worte. Jetzt gingen wir langsam aber sicher die Worte aus, obwohl ich mir solange Gedanken darüber gemacht hatte. Also musste ich mal durchgreifen
und nahm Ihre Hand und sagte, so etwas was wie: “Dann würde ja nur noch etwas fehlen zu unserem Glück”. Gleichzeitig mit der Handberührung und meinen Worten, fiel der das “Zwanzgerli” bei Ihr und ein wunderschönes Lächeln überzog Ihr Gesicht. Jetzt war ich endgültig Sprachlos und mir viel nichts mehr ein, als bring es endlich hinter dich. Also habe ich kurz und knapp DIE Frage gestellt und gesagt: Schatz ich liebe dich über alles, willst du mich heiraten und habe Ihr den Ring gegeben (den ich ja schon 15 min. in der Hand hatte). Uff da war es endlich raus und in der selben Sekunde ohne zu zögern, kam auch so gleich das JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!…
…Fortsetzung folgt
PS: damit Ihr nicht alle nachfragen müsst, wir wissen noch kein Datum für unsere Hochzeit. Wir werden aber selbstverständlich alle rechtzeitig informieren
PS II: Genau beim JA schlug es 00.15
PS III: Als wir im Auto waren, begann es an zu regnen (uff Glück gehabt)
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Am 21. Oktober 2006 um 18:54 Uhr
Hallo ihr süssen!
Mein Gott ist das aber eine schöne Geschichte!Mir sind fast die Tränen gekommen ihr seit echt ein super Paar und ich hoffe für euch das allerbeste!Und passt gut auf euer Kind auf und respektiert euch gegenseitig…Viel Glück und Harmonieee wünscht euch Esra
Am 25. Oktober 2006 um 19:31 Uhr
Ihr zwei Lieben
das ist eine schöne Geschichte. Andy, Du hast auf eine ganz wunderbare Art, den Heiratsantrag gestellt. Ich weiss, wie sehr es Romy liebt zu überraschen und überrascht zu werden.
Sogar der Petrus hatte ein Einsehen mit dir
Miggi und ich wünschen euch beiden von Herzen ein glückliches Leben als Paar und bald als Familie.
Wir sind beide so glücklich für euch.
Liebumarm
MIggi und Mami >Yoli
Am 6. November 2006 um 21:57 Uhr
Hallo Andy
Es freute mich riesig, dass Du für Deine Romy eine so gute Idee ausgetüfftelt hast um Ihr den ersehnten Heiratsantrag zu machen. Das hätte ich Dir gar nicht zugetraut. Es freut mich aber als Deine Mami, die auch sehr romantisch veranlagt ist, dass Du doch auch eine solche evt. etwas versteckte Ader in Dir hast. Es freut mich sehr, dass die mir liebgewonnene Romy bald meine Schwiegertochter sein wird. Hary und ich wünschen Euch beiden viel Vorfreude auf das für Euch Ereignishafte 2007.
Grüssli
Mami und Hary